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Versammlungen12.04.2019
Jahreshauptversammlung der UFB

UFB will schlagkräftige Liste für Kommunalwahlkampf! Markträtinnen berichteten über ihre Arbeit im Gremium – Beitragserhöhung auf 15 Euro

An das Totengedenken für Hans Rainer  reihte UFB-Vorsitzende Emmi Kollross am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung im Hotel „Sonnbichl“ den Rückblick auf das Geschehen im abgelaufenen Jahr mit Highlights wie der Jahresausflug an den Gardasee oder die Podiumsdiskussion mit den Direktkandidaten verschiedener Parteien. „Herzlichen Dank,  dass soviele mithelfen, wenn wir Veranstaltungen  ausrichten“, war Emmi Kollross voll des Lobes.

Das Amt der Schriftführerin teilen sich Monika Franta und Erika Bergmann. Letztere erstellt über die  monatlichen Versammlungen ein Protokoll, das Monika Franta an 33 Mitglieder online verschickt. Früher erhielten diese Niederschrift 58 Leute, allerdings haben  25 Mitglieder keine Datenschutzerklärung abgegeben. Wer sich trotzdem für die Arbeit der UFB interessierr, kann sich in der Spielkiste einen Ausdruck holen. „Aktuell haben wir 117 Mitglieder“, bezifferte Bergmann, die Monika Franta ein herzliches Vergelt`s Gott zollte.

Kassierin Marianne Winter legte die Finanzen mitsamt der geflossenen Spenden offen. Da seit vielen Jahren derselbe Beitrag von 10 Euro besteht, schlug Emmi Kollross eine Erhöhung auf 12 Euro vor. Dies fand die Mitgliederrunde als zu niedrig, so dass ein einstimmiger Beschluss für eine Steigerung auf 15 Euro ab 2020 fiel. Eva Obermeier gab in ihrem Statement zu verstehen, dass sie gerne Fraktionssprecherin sei, weil die  Markträtinnen ein Superteam bilden, das von Zusammenhalt geprägt sei. Allen voran dankte die Rednerin  Emmi Kollross, die ihre Arbeit wirklich hervorragend erledige. „Sie ist mittlerweile neun Jahre UFB-Vorsitzende und nebenbei Markt- und Kreisrätin,  2. Vorsitzende der Freien Wähler und obendrein selber Gewerbetreibende. Die wegen einer Erkrankung entschuldigte  Petra Pritzl leiste gleichfalls unbezahlbares Engagement für die Senioren - ob bei der UFB oder bei der Pfarrei.  Steffi Obermeier-Frisch habe als Hotelchefin zwar wenig Zeit, ist aber Antreiberin bei den Jugendfreizeitwochen usw. „Steffi ist obendrein eine sehr kritische Markträtin“, wusste Eva Obermeier zu schätzen. Marietta Hutter ist Silvia Raab als Volksvertreterin gefolgt. „Sie hat absolut politischen Sachverstand“, rechnete ihr Obermeier hoch an. Die Nachrückerin nehme  kein Blatt vor den Mund, wenn sie anderer Meinung als ihre Kolleginnen ist. Über das kritische Denken sind die Bürger sehr froh. „Bei unseren Versammlungen, bei denen wir stets die Marktratssitzungen  besprechen,  sind bis zu 30 Leute anwesend. Das ist ein gutes Feedback für unsere Arbeit“, fand Obermeier. Nicht gut heißen könne sie die Besetzung der Arbeitsstellen in der Gemeinde ohne Ausschreibung. Der Bürgermeister habe zwar  das Recht, bis zu einer gewissen Gehaltsstufe allein zu entscheiden, aber sie könne nicht nachvollziehen, warum er davon Gebrauch mache. Jüngster Fall war die Neubesetzung der Leitung für die TI. „Es hätten mehr Leute Interesse gehabt“, stieß Obermeier die Vorgehensweise sauer auf. Die Beschlüsse fielen in der bereits zu Ende gehenden Legislaturperiode zu 90 Prozent einstimmig. Wenn es um Lam und die Bürger gehe, zögere die UFB nicht, die Sachverhalte zu befürworten. „Aber es gibt auch Punkte, wo wir einfach eine andere Meinung haben. Ich finde, dass muss akzeptiert werden“, so die Sprecherin. Wichtig sei, dass man jene Listen kritisch betrachtet, die sechs Jahre in der Versenkung verschwunden sind. Die UFB arbeite seit 24 Jahren auf politischer  und sozialer Ebene und sei nie von der Bildfläche verschwunden. Eva Obermeier  wünscht sich für die UFB Nachwuchs an jungen und kritischen Frauen, die den Mut haben, auf die Liste zu gehen, um  etwas für den Ort leisten. Die Fraktionssprecherin bedankte sich noch bei Max Frisch und seinen Helfern, die für den Stand beim Christkindlmarkt ein Enblem entworfen haben, das Siegi Kaml bemalte. Das UFB-Herz in der Mitte stehe für den Slogan „mit Herz und Verstand“.  

Marietta Hutter wurde am 12. Dezember 2016 als Nachrückerin für Silvia Raab als Markträtin vereidigt. Sie sei sozusagen das „Nesthäkchen“ der UFB-Markträtinnen. Laut ihrem Statement befasste sie sich seit ihrer früheren Jugendarbeit mit Politik. „Im Marktrat ist es etwas anders und ich befand mich einige Zeit in der Lernphase, was man von sich geben darf, ohne gleich eine deutliche Retourkutsche zu ernten“, so Hutter, die nach eigenen Worten um sachliche Arbeit bemüht ist. Oberste  Zielsetzung sei schließlich auch für die Opposition,  im Ort etwas vorwärts zu bringen.  Die Sitzungen sind von Geschäftsleiterin Susanne Amberger bestens vorbereitet. Fraktionssitzungen werden allerdings nach ihrem Ermessen zu  kurzfristig angesetzt, weil der Sitzungstermin erst eine Woche vorher eintrifft. Die Frist für Anträge wäre jedoch 14 Tage und sei damit schon verstrichen. Laut ihren Erkundigungen werde dies in anderen Gemeinden besser geregelt.  Dann berichtete Marietta Hutter von den Gremien, an denen sie beteiligt sei, nämlich dem  Werkausschuss und dem AK Tourismus, der zuletzt im Juli 2017 tagte. Dabei ging es um die Geschenke für Gästeehrungen. Die gesamte  Vorschlagsliste  für Alternativen zum gläsernen Osserspatz wurde verworfen. Im Endeffekt gibt es neuerdings jedoch einen Osserstein (Naturstein mit Glas) bei hohen Jubiläen. Versäumnisse sah Hutter  nach dem großen Erfolg beim Wettbewerb „unser Dorf hat Zukunft“ als Kreis- und Bezirkssieger und der Silbermedaille im Landesentscheid. „Außer dem Plakat am Parkhaus wurde nichts daraus gemacht.“ Sie vermisste eine entsprechende Werbung auf der Homepage.  Die Tafel, die beispielsweise in der Gemeinde Ast auffällig und werbeträchtig angebracht wurde, hänge in Lam ziemlich unscheinbar  im Flur des Rathauses. Marietta Hutter sprach allen ein Lob aus, die sich an der Broschüre beteiligten, die toll geworden ist. „Das ist ein Bilderbuch von Lam“. Ein besonderes Lob verdiene der OGV. Sie rief auch noch zur Europawahl am 26. Mai auf.

Auch Steffi Obermeier-Frisch ist nach eigenem Bekunden gerne im Marktrat, obwohl es  in den Sitzungen zum Teil hitzig zugehe. Positiv fand sie, dass in den nichtöffentlichen Sitzungen mehr diskutiert wird. Als Jugendbeauftragte habe sie zusammen mit Paul Roßberger und Martin Münch die Jugendfreizeitwochen ins Leben gerufen, das ein bombastischer Erfolg geworden sind. Das würde jedoch nicht ohne die Vereine funktionieren, die ein tolles Programm auflegen. Nicht geglückt sei 2018 ein Jugendausflug, für den man 2019 einen neuen Anlauf starte. Mehr Besucher denn je hatte der diesjährige Kinderfasching. Die Markträtin bedankte sich bei der gleichgestellten UFB-Jugendbeauftragten Silvia Miethaner, die ihr jederzeit unter die Arme greife.  Obermeier-Frisch wünschte sich gleichfalls einen guten Wahlkampf und dass junge Leute zur UFB stoßen. In einer  E-Mail gab  Petra Pritzl ein kurzes Resümee über ihre Arbeit in den Ausschüssen.  

Emmi Kollross fügte zur Kritik von Eva Obermeier noch an, dass man bei mehreren Bewerbern um Stellen wie der Leitung der Tourist-Info die Interessenten einladen sollte, um sie zu befragen, wie sie Lam nach vorne bringen wollen. „Ein frischer Wind in der Tourist-Info wäre jedenfalls nicht schlecht gewesen“, so Kollross. Da der Bürgermeister der UFB vorgeworfen hatte, dass die Fraktion  keine Vorschläge zu den Tagesordnungspunkten einbringe, hatte sie aufgelistet, was die UFB an Anträgen und Wünschen bereits alles beigetragen habe. „Vieles davon kommt wieder auf`s Tablett“, versicherte die UFB-Vorsitzende. Gefreut hat sie sich über die bevorstehende Eröffnung des  Erlebnis-Mini-Golfes in Arrach. Kollross  habe im Wahlkampf 2008 ein Bauerngolf in Lam angeregt, dem damals keinerlei Chance eingeräumt wurde. Da es Maria Stocker im Vorjahr fertiggebracht habe, die Ortseinfahrt mit Blumenampeln zu verschönern und auch die Wettbewerbs-Jury anregte, die gesamte Arberstraße aufzuhübschen, wünschte sich Kollross, die Blumenampeln  entlang der Arberstraße aufwärts weiterzuführen. Im Rechnungsprüfungs- und Finanzausschuss missfiel ihr die kurze Prüfzeit von zweieinhalb Stunden für einen Neun-Millionen-Haushalt. Als Vereinskoordinatorin hatte sie in Sachen Datenschutz ein Seminar in Rettenbach besucht. Dies ließe sie sich bei entsprechendem Interesse auch in Lam organisieren.  Es dauert drei bis vier Stunden.  Kollross fügte ebenso noch einen Abriss über ihre Kreistagsarbeit an. Sie plädierte  weiterhin für guten  Zusammenhalt und dass die UFB  wieder mit einer  schlagkräftigen Truppe in den  Kommunalwahlkampf zieht. „Arbeiten wir weiterhin für Lam.“

 

Veranstaltungen und Wünsche

Lam.Emmi Kollross kündigte am  7. Mai die nächste Mitgliederversammlung im Gasthof „Zur Rast“ mit einer vorausgehenden Maiandacht auf dem Bergkircherl an. Am 9. Mai lässt man die Reise zum Lago Maggiore im Hotel „Sonnbichl“ Revue passieren. Vor dem Gründungsfest der FFW Engelshütt soll deren Gerätehausneubau besichtigt werden. Am 14. Mai ist ein Erste-Hilfe-Kurs in der BRK-Unterkunft gebucht. Im Juni findet ein Stammtisch für junge Leute  ab 16 Jahren statt. Auf der Agenda von Kollross stand  außerdem eine  Nordic-Walking-Abendwanderung für alle Interessierten, sowie ein Cross-Fit-Kurs im Fital-Park für vier Abende. Die Kosten übernimmt die UFB. Zusätzlich füllen die legendären Termine wie  Grillfeier, Kinderfest und Jugendfreizeitwoche das Programm, wofür man sich zum Teil neue Beiträge ausgedacht hat. Im Herbst soll dann noch ein Grundkurs Kommunalpolitik starten. Monika Franta forderte,  dass bei Aufträgen für Mediengestaltung,  beispielsweise  Broschüren, eine  Ausschreibung stattfindet.  Außerdem sollte sich die UFB einen  Flyer drucken lassen.  Franta sprach noch eine Einladung zum  Fotostammtisch am 4. Mai um 16 Uhr  im Rathaus aus. Für die  Jugendbeauftragte und Seniorenbeauftragte ließen sich einige Helfer in die Pflicht nehmen, so dass künftig weniger eine Einzelperson, sondern ein Arbeitskreis tätig wird. Einige gaben ihre Zusagen, mitzuwirken und sich auch ab und zu zu einer Aussprache zu  treffen. (kli)


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 12.04.2019

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