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Allgemein28.03.2019
Wunderbares Wetter begleitete die UFB an den Lago Maggiore

Einen Hauch von Sommer verspürten die 75 Teilnehmer aus dem Lamer Winkel und manch anderen Wohnorten, die am letzten März-Wochenende mit zwei Bussen einen Vier-Tages-Ausflug mit der Unabhängigen Frauenbewegung (UFB) Lam zum Lago Maggiore unternahmen.

Das milde Klima des zweitgrößten Sees in Italien, dessen nördlicher Teil noch zum Schweizer Landesgebiet gehört, machte sich bemerkbar und die strahlenden Sonne verlieh der herrlichen Berglandschaft und den kleinen Dörfern rund um den See einen besonders schönen Anblick.

Am frühen Donnerstag morgen starteten die zwei Busse unter der Reiseleitung von Vorsitzender Emmi Kollross und Markträtin Eva Obermeier zu einer langen Fahrt. Die Reiseteilnehmer wurden mehrmals am Tag mit einer reichhaltigen von der UFB und dem Hotel Sonnbichl gesponserten Brotzeit oder Kuchenpause verwöhnt. Durch die abwechslungsreiche Landschaft vorbei am Bodensee bei Bregenz in die Schweiz und an der Lichtensteiner Grenze entlang war vor allem die Fahrt über den schneebedeckten Paß San Bernadina bis auf über 1500 Höhenmetern gelegen sehr reizvoll. Ziel war das von der UFB gebuchte Hotel in Stresa im unteren Drittel des Lago Maggiore, so konnte man schon bei der Anreise am Nachmittag über die reizvolle, wenn auch für die Busfahrer herausfordernde Straße entlang des Westufers den See und seine Umgebung bewundern. Da das Hotel, in dem alle 75 Reiseteilnehmer bestens in schönen barock-romantischen Zimmern untergebracht war, direkt am Seeufer lag, wurde nach der Ankunft am späten Nachmittag gerne die Zeit bis zum Abendessen zu einem Spaziergang entlang des Kais oder in die Altstadt genutzt.

Der Freitag war dann gänzlich ohne Busfahrt gestaltet, hielten die Motorboote doch gleich am Ufer beim Hotel, die die Bayerwäldler zu der ersten der drei mitten im See gelegenen Borromäischen Inseln brachte. Zwei ganztägige Reiseführerinnen begleiteten die beiden Gruppen zur ersten „Isola Bella“, der größten der drei Inseln. Die reiche Mailänder Adelsfamilie der Borromeo kaufte 1502 den ganzen See und ein Nachfahre, nach dessen Frau Isabella auch diese Insel benannt ist, begann im 17 Jh mit dem Bau eines imposanten Palastes, dessen Bauzeit sich über 200 Jahre bis zum zweiten Weltkrieg hinziehen sollte. Die Reiseleiterin führte durch die beindruckend gestalteten und reich ausgestatteten Räume, in die Grotten im Keller und durch die italienische Gartenanlage mit seltenen Pflanzen, wo auch schon viele bunte Frühjahrsblumen blühten.

Nur ein kurzes Stück mit dem Motorboot entfernt war die Fischerinsel Isola Pescatori das nächste Ziel. Auf der kleinsten und nur noch von fünf Fischerfamilien bewohnten Insel führte der Spaziergang durch enge Gassen mit kleinen Restaurants auch zum ehemaligen bis 1982 genutzten Schulhaus und der kleinen Kirche mit einem ebenso schmucken Friedhof. Hier war auch Zeit für eine gemütliche Mittagspause bei den schönen Restaurants und Cafes unter den wärmenden Sonnenstrahlen mit Blick über den See.

Die Isola Madre gilt als die Blumeninsel die allerdings 2006 von einem Tornado arg verwüstet wurde und sich inzwischen wieder gut erholt hat. Da sie in der Mitte des Sees liegt weist sie im Durchschnitt eine fünf Grad höhere Temperatur auf als die große Schwester Isola Bella. Hier befindet sich der ebenso reich ausgestattete Sommerpalast im Rokokostil aus dem 18. Jh. des Hauses Borromeo, in dem auch viele wertvolle Marionettenfiguren und ihre Bühnenbilder zu bestaunen waren. Der beeindruckende Garten ist reich an altem Baumbestand, an seltenen Pflanzenarten wie den mannshohen reich blühenden Kamelienbüschen und Zypressen und einer Vielfalt an Vogelarten wie den einzigartigen weißen Pfauen, die gerne ohne Scheu ihre Federnpracht vor den Besuchern ausbreiteten. Nach der letzten Bootsfahrt zurück nach Stresa freuten sich die Ausflügler schon auf das reichhaltige und schmackhafte italienische Abendessen.

Am Samstag führte die Busfahrt wieder am Westufer hoch ins schweizerische Tessin in die Stadt Locarno in den vor 13 Jahren eingeweihten Kamelienpark, wo an diesem Wochenende auch eine Ausstellung mit vielen Sorten dieser reich in allen Farben blühenden Stauden stattfand. In dem zweistündigem Aufenthalt konnten die Ausflügler durch den mit 950 verschiedenen Kamelien bepflanzten Park schlendern Die vielen Sitzgelegenheiten am Cafe, am Wasserlauf beim Teich, inmitten der blühenden Pflanzen oder am atemberaubenden Strand des Sees, der hier von den hohen Schweizer Bergen eingerahmt ist, luden zum Entspannen ein. Die zwei Busse brachten die Reisegruppen dann in die nahe Innenstadt wo Zeit zur freien Verfügung stand. 20 Teilnehmer nutzten die Zeit für eine Fahrt mit der Standseilbahn hoch zum Aussichtspunkt über dem See mit der bekannten Wallfahrtskirche und Kloster Madonna del Sasso, dem wichtigsten marianischen Heiligtum im Kanton Tessin. Die erste Kirche wurde hier 1485 erbaut und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut und erweitert, bis sie ihre heutige reiche barocke Ausstattung erreichte. Seit 1848 im Staatsbesitz wurde sie dem Kapuzinerorden anvertraut. Da sie von 2006 bis 2015 restauriert wurde, erstrahlt sie in voller Schönheit und war ebenso atemberaubend wie der Blick vom Felsen am Berghang über den Lago Maggiore. Die Altstadt mit dem großen Marktplatz Palazzo Grande und die kleinen Seitengässchen oder die Uferpromenade waren geradeso beliebt wie der Capucchino oder das Eis.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Heimfahrt, die aber aufgrund der abwechslungsreichen Landschaft am See entlang und über die schweizer Berge, dem Austausch der Reiseeindrücke und der stimmungsvollen Unterhaltung in der Busgruppe trotzdem ganz schnell verging. Es wird auch wieder ein Nachtreffen mit Bilderschau im Hotel Sonnbichl stattfinden, der Termin wird noch in der Presse bekannt gegeben. - privat - 


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 28.03.2019

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