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Allgemein19.04.2018
Am Gardasee unterwegs...

Italienisches „Dolce Vita“ mitten im April am Gardasee Mit der Lamer UFB waren 93 Reiselustige in Venetien unterwegs

Lam. Ein attraktives Reiseziel ist für einen Vereinsausflug schon eine gewisse Garantie auf einen vollen Bus, dass es zwei volle Busse mit insgesamt 93 Teilnehmern werden, hätten sich die Verantwortlichen der Unabhängigen Frauenbewegung Lam (UFB) bei den Planungsvorbereitungen noch nicht träumen lassen. Wenn dann noch das Wetterglück dazu kommt und man das bisher wärmste Wochenende in diesem Frühjahr erwischt, dann ist klar, dass die viertägige Reise an den Gardasee nur ein voller Erfolg und ein Erlebnis für alle Reisenden war.

Nicht nur Lamer Frauen und Männer, auch Teilnehmer aus umliegenden Gemeinden starteten Ende April in den frühen Morgenstunden mit zwei Bussen über den Brenner und Südtirol nach Norditalien in die autonome Region Venetien. Die Busleitung oblag jeweils Vorsitzender Emmi Kollross und Markträtin Eva Obermeier, die auch für die Hauptorganisation verantwortlich zeichnete. Mit einer großen Pause, in der es die beliebte UFB-Brotzeit gab,  gestiftet von der UFB und den Gastwirten Sonnbichl Lam, Meindl, Arrach und der Bäckereien Schrötter und Sixt, war am Donnerstag Nachmittag das erste Ziel die Wallfahrtskirche Madonna della Corona in Ferrara di Monte.

Wie zwischen Himmel und Erde schwebend sind die Basilika und die Klostergebäude am steilen Felsenhang des Monte Baldo eingefügt, deren Gründung bis ins 13. Jahrhundert zurückgeht. Zu Fuß oder mit einem Shuttlebus führte der Weg an 14 Kreuzwegstationen entlang, der mit lebensgroßen Bronzefiguren gestaltet ist und von dessen Serpentinen am Felsenhang entlang bereits ein herrlicher Blick auf das Tal des Gardasees möglich war. In der heutigen Basilika, die nach Abbruch und Neubau zwischen 1975 und 1978 entstand, hat sogar Papst Johannes Paul II 1988 am Gnadenbild der Madonna della Corona gebetet.

Nach halbstündiger Weiterfahrt erreichte die Reisegruppe am späten Nachmittag das Hotel in Garda, das die nächsten drei Tage und Nächte die Bayerwäldler mit feinster italienischer Küche und dem entsprechenden Service verwöhnen sollte. Der große Freiland-Badepool war gefüllt und wurde angesichts der sommerlichen Temperaturen auch reichlich genutzt,  wenn die Reisenden in den folgenden beiden Tagen zeitig von den Ausflügen zurückkamen.

Verona beeindruckte und bezauberte

Am Freitag stiegen zwei Reiseleiter in die Busse zu, die während der Fahrten in den kommenden zwei Tagen in ihrer charmanten Art es verstanden, interessante Informationen zu Land, Leute und Geschichte der Region Venetien zu vermitteln. Während der einstündigen Busfahrt nach Verona hörte man von den rund 800.000 Olivenbäumen rund um den Gardasee und dass sich hier das zweitgrößte Kiwi-Anbaugebiet der Welt befindet. In der 300.000-Einwohner-Stadt Verona, die früher strategisch zentral an den wichtigsten Handelsstraßen in Norditalien  lag und durch die der Fluß Etsch fließt , zeigten ausgebildete Stadtführer den Ausflüglern die wunderschönen Plätze, Gassen und Häuser. Geprägt sind diese von den Einflüssen aus der Gründerzeit der Römer und der 400-jährigen Herrschaft der Venezianer, die 1797 von Napoleons Franzosen abgelöst wurden. Nach dem Wiener Kongress 1814 und der Neuordnung Europas wurde die Region den Österreichern zugesprochen und auch diese Dynastie ist heute noch im Baustil wiederzufinden. 1866 haben sich dann endlich die 20 Regionen zur heutigen Nation Italien vereint.

Besonders beeindruckend war natürlich die weltberühmte Arena in Verona. Sie ist rund 50 Jahre nach Christus entstanden, somit das älteste und heute noch das drittgrößte der erhaltenen antiken Amphitheater. Dank der hervorragenden Akustik wird die Arena seit 1913 für Opern- und Konzertveranstaltungen genutzt und bietet heute über 20.000 Besuchern Platz. Nach dem Vier-Gänge-Abendessen im Hotel erklang schon bald Live-Musik aus der Bar, die großzügig zum Garten und Pool geöffnet war. Nicht nur der Musiker sorgte mit seinen Liedern und Gesang für einen schwungvollen und lustigen Abend, bei dem einige sogar Abkühlung im nächtlichen Pool suchten. Da die Altstadt am Hafen in 20 Minuten bequem zu Fuß zu erreichen war, hatten auch hier etliche die Abendidylle bei angenehmen Temperaturen an der Strandpromenade genossen oder in den geöffneten Geschäften Souvenirs und Mitbringsel besorgt.

Am Soldatenfriedhof Costermano                             

Am Samstag führte die Fahrt zuerst zum 10 km nördlich von Garda gelegenen Soldatenfriedhof Costermano, in dem rund 22.000 überwiegend deutsche Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg begraben liegen. Aus ursprünglich 1654 verschiedenen Orten, wo die Gefallenen bereits begraben waren, wurden die Gebeine in den Jahren von 1955 bis 1967 auf diesem Gelände vom Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge hierher umgebettet. Costermano zählt damit zu den größten der zahlreichen in Norditalien vorhandenen Soldatenfriedhöfen. Ein Meer von lila Heidekraut, nur durchbrochen von einigen herausragenden Steinkreuzen und den am Boden liegenden Namenstafeln für jeden einzelnen Soldaten, lies die knapp 100 Besucher verstummen, staunen und innehalten. Am höchsten Punkt, auf dem eine kleine Kirche als Gedenkstätte thront, bot sich auch ein atemberaubender Blick auf den blau und grün schimmernden Gardasee.

Idyllische Orte am See

Der Samstag war geprägt von den Aufenthalten an den wunderschönen Orten Lazise und auf der Halbinsel Sirmione, die beide durch ihre mittelalterlichen Burgmauern, den idyllischen Gassen, Lokalen und Strandpromenaden am Hafen oder auch durch die atemberaubende Auswahl an Eissorten in den Eisdielen bezauberten. Nach einer jeweils kurzen Information von Seiten den Reiseleiter konnten die Urlauber aus dem Bayerischen Wald in eigener Freizeit den Flair genießen und die Zeit wurde natürlich auch ausgiebig zum Shoppen genutzt. Nachmittags bestiegen in Sirmione alle ein Schiff, das in 45 Minuten Fahrt über den See den Hafen in Garda ansteuerte. Auch hier blieb je nach Lust und Laune Zeit zum Rundgang, einige nutzten die Busse zur Rückfahrt zum Hotel um vor dem Abendessen noch einige Runden im Pool zu schwimmen und die Sonne im Liegestuhl zu genießen.

Am Sonntag blieb vor der Abreise genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück. Auf der Rückfahrt bogen die Busse kurz nach Innsbruck von der Autobahn ab zum Achensee, um dort eine größere Rast mit dem noch genug vorhandenem UFB-Proviant einzulegen. Eine Rastplatzsuche in Pertisau gestaltete sich jedoch schwieriger als gedacht, da dem großen Besucher- und Verkehrsaufkommen an diesem herrlichen Tag ein geschlossener Parkplatz entgegenstand. Die kleine Seerundfahrt fand aber dann ein glückliches Ende an einem Rastplatz an der Straße  mit herrlichem Blick auf den See, der noch von schneebedeckten Berggipfeln eingerahmt war. Über den Tegernsee wieder auf die Autobahn bei München sind die beiden vollbesetzten Busse dann am frühen Abend wieder mit viel Sonne und italienischen Eindrücken im Gepäck glücklich im Bayerischen Wald angekommen. Es wird zu einem Treffen mit Bilderschau ins Restaurant Sonnbichl eingeladen, der Termin wird über die Presse bekannt gegeben sobald dieser feststeht. - privat M.Hutter -


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 19.04.2018

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