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Versammlungen20.03.2018
Jahreshauptversammlung der UFB

Sprachrohr für die Bevölkerung im Marktrat

Bei Jahreshauptversammlung wurden bisherige Führungskräfte im Amt bestätigt

Vor rund 35 Mitgliedern eröffnete Emmi Kollross am Dienstagabend die Jahreshauptversammlung der Unabhängigen-Frauenbewegung im Hotel „Sonnbichl“. Beste Genesungswünsche galten Markträtin Eva Obermeier und Dimpflwirt Alois Lemberger. Da die letztjährige Hauptversammlung ausgefallen war, blickten die Versammelten am Dienstag auf  zwei Jahre zurück. Die bisherige Führungsmannschaft erhielt bei den Neuwahlen erneut das Vertrauen.

Zum Auftakt wurde den  verstorbenen Mitgliedern Maria Seidl und Theresia Blattner eine Gedenkminute eingeräumt Den Rückblick hielt die Vize-Vorsitzende Maria Kuchler. Seit 2016 verfüge man über einen Schaukastenbeim Dimpfl-Wirt in der Rosengasse. Hintergrund ist der Anspruch, reine Internetlastigkeit zu vermeiden. Ernst und Monika Franta kümmern sich um die Aktualisierung.Anhand von an die Wand projizierten Bildern wurden jede Menge   Unternehmungen in Erinnerung gerufen. Spenden gingen 2016/17 an  die Keyboardklasse, die Gemeindebücherei, das Jugendrotkreuz und die Ministranten (Romfahrt) in Höhe von insgesamt 1000 Euro. „Seit dem Bestehen der UFB summierten sich bereits 11.000 Euro“, bezifferte Kuchler und dankte allen Helferinnen, die mit ihren Diensten zum Gelingen der Veranstaltungen beitrugen.  Die UFB verfügt über 111 Mitglieder.

Markträtin Marietta Hutter kam auf die Goldmedaille im Bezirksentscheid in der Kategorie der Orte von 600 bis 3.000 Einwohner zu sprechen. Für den Bezirksentscheid musste man eine umfangreiche Bewerbungsmappe vorlegen. Laut Hutter tragen einzelne Rubriken die Handschrift der UFB. Man habe viel Zeit  in das  42-seitige Heft investiert, das deshalb einen so hohen Stellenwert hatte, weil es der Kommission schon im Voraus auszuhändigen war. Heuer besucht die Jury den Qualifikanten Lam am 13. Juni. Das „Handbuch“  wird derzeit überarbeitet und neu aufgelegt. „Die Bevölkerung soll so gut es geht das eigene Umfeld auf Vordermann bringen“, legte Marietta Hutter ans Herz. Die Konkurrenz von Lam sind  neun Orte in derselben Größenordnung. Dank dem „eisernen Willen“ der UFB und des OGV wurde erreicht, dass am  Ortseingang Blumenkästen aufgestellt werden.

Markträtin Petra Pritzl appellierte an die Bürger, dass möglichst viele beim Bewertungsrundgang dabei sind. „Dies  zeigt,  dass die Leute Interesse am Ort haben“, so die Rednerin, die anschließend über die Ergebnisse der 17 Bauausschusssitzungen aus 2016/17 informierte. Eines der größten Bauvorhaben sei der Neubau eines Wellnessbereichs beim Waldhotel Sonnenhof. Die Unterhaltung des Osserbades erfordere immer wieder Erneuerungen. Petra Pritzl zollte den Bademeistern ein großes Lob für ihre tolle Zuarbeit. Weiterhin rekapitulierte   Pritzl die Investitionen der Marktgemeinde im Berichtszeitraum.  Petra Pritzl, die gleichzeitig Seniorenbeauftragte des Marktes Lam ist, nimmt stets die Treffen der kommunalen Seniorenvertretungen in Cham wahr. In der Folge arrangierte sie in Lam  eine Wohnraumberatung. „Es heisst ambulant vor stationär, also solange wie es geht, zuhause zu bleiben“, schilderte Pritzl die Vorgabe. Sie war im Oktober und November jeweils drei Tage in Regensburg bei der Katholischen Akademie und hat den ehrenamtlichen Wohnraumberater absolviert. Mittlerweile wurde ebenso ein Seniorenbüro im Rathaus eingerichtet, das abwechselnd Rita Brandl, Maria Seidl, Martin Münch, Silvia Miethaner, Cherry Klingseisen und Petra Pritzl betreuen. Am Freitag sei die erste Zusammenkunft mit Reflektion der bisherigen Termine. Petra Pritzl wiederholte ihren  Antrag, dass Lam als Tourismusort von einem fest angestellten Gärtner profitieren würde. Pritzl  bedankte sich bei Emmi Kollross und Fraktionssprecherin Eva Obermeier für das einvernehmliche Miteinander. Sie kreidete jedoch an, dass der UFB bei der Fraktionssprechersitzung stets Informationen vorenthalten werden.

Markträtin Steffi Obermeier-Frisch macht die Arbeit im Gremium nach eigenen Worten zwar Spaß, doch drängte sich ihr der Vergleich mit einer nicht gut funktionierenden Ehe auf, in der jeder Partner tue, was er wolle. „Manchmal kommt es zum Eklat“, blickte sie zurück. Die UFB werde auch weiterhin das Sprachrohr für die Bevölkerung im Marktrat sein. Steffi Obermeier-Frisch ist obendrein noch Jugendbeauftragte der UFB und auch der Gemeinde, weshalb sie dieses Pensum im Zeitraffer widergab. Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Jugendfreizeitwoche sei ein tolles Projekt in den Sommerferien. Die Durchführung wäre ohne Vereine nicht möglich. Dank galt ihrer Stellvertreterin Silvia Miethaner für die Unterstützung in jeglicher Hinsicht.

Obermeier-Frisch verlas ebenso das Statement von Eva Obermeier, die krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte.  Als Seniorenbeauftragte zollte diese ihren treuen Helferinnen ebenfalls Dankesworte. Als Fraktionssprecherin bedankte sie sich bei den Markträtinnen für die intensive und produktive Mitarbeit. „Wir haben das Ohr an der Bevölkerung. Die Bürger von Lam haben uns zur stärksten Partei gewählt und sie haben es sicher nicht getan, damit wir  stets überstimmt oder manchmal gar nicht beachtet werden“, monierte Eva Obermeier. Schon oft gingen  Vorschläge unter und wurden für nichtig erklärt. „Für solche Spielchen sind wir uns zu schade, denn wir sind der Meinung, dass unsere Vorschläge gut sind und sie werden vor allem von der Bevölkerung für gut geheissen. Ist dies das viel gepriesene Miteinander?“, prangerte sie an.   Wichtig seien  die Bürger Lams mit ihren Anliegen, die jederzeit zur UFB kommen können. Nur das zählt. „Wir  versprechen Euch, wir werden euch  auch in den nächsten zwei Jahren nicht enttäuschen“, schloss Eva Obermeier.

Emmi Kollross hieb in dieselber Kerbe: „Wir haben die Unterstützung der Wähler und sind darauf unheimlich stolz. Aber uns fehlen im Marktrat die Mandate. Wir sind einfach zu wenig, legen uns aber vehement in die Zügel“, ließ Kollross verlauten. Nach der letzten Legislaturperiode hoffte die UFB-Fraktion, dass die Zusammenarbeit sich verbessern würde, aber dem war nicht so. Kollross dankte jenen, die motiviert mitarbeiten. Natürlich würde  man sich am Jahresende eine kleine Wertschätzung von der Führungsfraktion erwarten, aber diese lasse auf sich warten.

Unter Zusammenarbeit verstehe die UFB: Gemeinsam für Lam und für den Bürger einzutreten und im Marktrat auf Augenhöhe zu diskutieren. „Unsere Fragen und Anträge werden von einzelnen Marktratskollegen mit Augen überdrehen und Kopf schütteln begleitet“, hatte Kollross beobachtet. Fragen sollten erlaubt sein.  Frauen haben nun einmal einen anderen Blickwinkel. Die gesamten  Beschlüsse wurden zu hundert Prozent von der UFB mitgetragen. Wünschenswert wäre,  jeden Monat einen Sitzungstermin anzusetzen und darüber einen Sitzungskalender zu veröffentlichen sowie ein Stundentarif für das Osserbad einzuführen. Zu lange gedauert haben Kollross, die Genehmigung der Ehrung der Einserschüler und die Schulrenovierung. Auf ihrer Wunschliste steht ein Schild zum Bahnhof, eine barrierefreier Wanderweg, Zeltmöglichkeiten vom Arber zum Eck,  ein alternatives Geschenk anstelle des Osserspatzen bei Gästeehrungen. Im  Leitbild zur Digitalisierung im Landkreis Cham stelle fest, dass man in Zukunft höchstwahrscheinlich einen Onlinemanager brauche.  Für die drei Lamer-Winkel-Gemeinden wäre es ratsam,  in diese  Schiene einzusteigen. Es werde darin auch empfohlen, dass sich eine fest angestellte Person um Einkaufsfahrten, Begleitung zum Arzt, Friedhof, Wohnungsbetreuung etc. kümmern muss. Emmi Kollross: „Ich habe die Ehrenamtskarte in Lam salonfähig gemacht.“ Zwecks Abschaffung der  Straßenausbaubeitragssatzung habe man 400 Unterschriften in Lam, Lohberg und Arrach gesammelt. Monika Franta übernahm den Bericht als Schriftführerin und Marianne Winter legte die Ausgaben und Einnahmen offen. Die Revisoren Georg Brandl und Lucia Pfeffer bescheinigten eine einwandfreie Führung. Zur Wahlleiterin wurde  Marietta Hutter bestimmt. Die bisherige Vorstandschaft erhielt die  einstimmige Entlastung. In schriftlicher Wahl gab es ein überzeugendes Votum für die erste Vorsitzende Emmi Kollross, die  zweite Vorsitzende Maria Kuchler. Das nachfolgende Wahlgeschehen ging per Akklamation vonstatten: Schatzmeisterin ist für die nächsten zwei Jahre Marianne Winter, Schriftührerinnen Erika Bergmann und Monika Franta. Jugendbeauftragte Steffi Obermeier-Frisch (Stellvertreterin: Silvia Miethaner), Seniorenbeauftragte Eva Obermeier (Stellvertreterin: Petra Pritzl), Kassenprüfer Lucia Pfeffer und Georg Brandl. (kli)Auszug aus der Kötztinger Umschau


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 20.03.2018

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