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Versammlungen26.01.2018
Was tun gegen Allergien?

Heilpraktiker Hans-Peter Lojdl informierte über Therapieansätze

Immer mehr Menschen reagieren auf eigentlich harmlose Umwelteinflüsse mit einer Allergie. Pollen, Hausstaub, Tierhaare - plötzlich wird alles zur Bedrohung. Die Ursache ist ein außer Kontrolle geratenes Immunsystem. Eine kleine Runde interessierter Zuhörer hatte sich am Freitag zum Fachvortrag "Allergien" im Hotel Sonnbichl eingefunden. Die Veranstaltung resultierte aus der Zusammenarbeit von UFB und Förderverein Ökona und als Referent konnte der Heilpraktiker und zertifizierte Lehrer für medizinisches Qigong, Hans Peter Loidl aus Arrach, gewonnen werden. Der Experte ging auf Definitionen, Systematik und Charakteristika der Allergietypen ein. Zudem beschrieb er die Krankheitsbilder der häufigsten Formen wie Heuschnupfen, Asthma, Lebensmittel- oder Kontaktallergien. Nach seiner Schätzung hat sich die Zahl der Allergiker in den vergangenen vier Jahrzehnten etwa verfünffacht. Die eine Ursache für Allergien gibt es sicher nicht, dafür ist der menschliche Körper ein zu komplexes System mit vielfältigsten Wechselwirkungen. Doch auch Hans-Peter Loidl maß wie alle anderen Naturheilkundler, die im Rahmen der Ökona-Vortragsreihe im Hotel Sonnbichl bereits zu Gast waren, dem Darm eine entscheidende Bedeutung zu. "Wenn's im Darm net stimmt, stimmt's in vielen Bereichen des Körpers nicht", brachte es Loidl auf den Punkt. Die Darmschleimhaut habe die Aufgabe, Nähr- und Vitalstoffe ins Blut zu leiten, damit sie über diesen Weg in jede Körperzelle gelangen können. Die Schleimhaut hat allerdings nur begrenzte Durchlässigkeit, damit nicht Bakterien, Viren, Pilze oder andere Schadstoffe ungehindert ins Blut gelangen können. Wenn jedoch die Darmschleimhaut beschädigt ist oder deren Funktion durch andere Faktoren beeinflusst wird, entsteht das sogenannte Leaky-Gut-Syndrom - zu deutsch "löchriger oder undichter Darm". Das Immunsystem muss aufgrund des vermehrten Eindringens unterschiedlicher Schadstoffe jetzt ständig passende Antikörper bilden. Das führt zu einer Zunahme allergischer Reaktionen, die Entzündungsprozesse an der Darmschleimhaut auslösen. Diese wiederum verstärken das Leaky-Gut-Syndrom, sodass ein regelrechter Teufelskreis entsteht. Die Naturheilkunde biete präventive Möglichkeiten und diagnostische Verfahren Besonders verwies der Heilpraktiker auf Regulationsdiagnostik mittels eines speziellen bioelektrischen Messgerätes, das den Weg zu einer individuellen Behandlung aufzeigt und mit dem man sehr gute Erfahrungen gesammelt hat. Darüber hinaus kommen auch klassische Untersuchungen wie Harnschau oder Stuhlanalyse zum Einsatz. "Alle naturheilkundlich ausgerichteten Therapieansätze betrachten bei der Behandlung eines Patienten immer den Menschen in seiner Ganzheit, dazu gehört neben dem körperlichen auch der seelische Zustand", betonte Loidl. Anschließend listete er verschiedene Behandlungsarten auf und erläuterte sie. Die Vermeidung von Allergien beginnt bereits in der Schwangerschaft. Bei werdenden Müttern ist ein gesunder Darm darum besonders wichtig. Des Weiteren findet bereits während der Geburt durch den Erstkontakt mit gesundheitsfördernden Darmbakterien eine sofortige Immunisierung des Säuglings statt. Babys, die vaginal geboren werden, also den mütterlichen Geburtskanal passieren, nehmen schützende Bakterien aus der Scheidenflora der Mutter auf. Diese siedeln sich gleich im Darm an und so entwickeln Babys ein starkes Immunsystem. Diese natürliche Immunisierung fehlt Kindern, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kamen. 

Als Nächstes vermittelte er einen Überblick über Maßnahmen, die alle das Ziel verfolgen, die Darmflora wieder in ihren ursprünglich gesunden Zustand zu versetzen und die Darmschleimhaut zu regenerieren. Dazu gehören zunächst einmal die Minimierung der Schadstoffbelastung und die Entgiftung des Körpers von Schwermetallen. Bestens bewährt haben sich in der Allergievorbeugung sogenannte Pro-Prä-Symbiotika und das bei Gabe bereits in der Schwangerschaft und dann weiter im Säuglingsalter.  Beim Baby sollten darüber hinaus Milchersatzprodukte und Milch vermieden werden. Nach dem Abstillen scheint eine Vitamin-D-Gabe sinnvoll. (Auszug aus der Kötztinger Zeitung - as)


Redakteur: Emmi Kollross
Veröffentlicht am: 26.01.2018

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